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[C4 ABC] Probleme mit Motorsteuergerät/Zündmodul?

Motorentechnik / Abgasanlagen / KAT / Kühlung / Nebenaggregate / usw...

Moderator: quattro-sa

[C4 ABC] Probleme mit Motorsteuergerät/Zündmodul?

Beitragvon Satyrox » Di 14. Jul 2026, 22:48

Hallo zusammen!

Ich habe seit längerer Zeit immer wieder größere Probleme mit meinem Wagen und traue mich langsam nicht mehr, damit zu fahren.

Fahrzeug: Audi A6 Avant (C4) Bj. 1995, ca. 290000 km, Frontantrieb, Handschaltung, Klimaanlage
Motor: 2.6L ABC, MPFI mit Version HS D03 (später HS D06)

Allgemeiner Zustand:
Seit rund 10 Jahren fast nur noch Kurzstrecken, steht teilweise mehrere Wochen ausschließlich draußen rum. Inspektionen werden keine durchgeführt. Reparaturen werden gemäß TÜV-Prüfung und Notwendigkeit selbst oder in der Werkstatt durchgeführt. Kraftstoffpumpe wurde vor rund 10 Jahren mal erneuert.

Ich versuche das letzte dreiviertel Jahr etwas zusammenzufassen, seit die Probleme begannen.

- Herbst 2025, Temperaturen bei rund 8°C: Auto geht nach rund 100m Fahrt beim Auskuppeln an einer Kreuzung einfach aus. Das passiert in der nächsten Zeit öfter und der Motor lässt sich danach meist sehr widerwillig starten. Heftige Drehzahlschwankungen zw. 800 und 1500, das ganze Auto schüttelt sich, irgendwann fängt er sich dann, es kann aus dem Auspuff knallen
- Darauf selbst den Leerlaufregler getauscht (billig von Ridex), Adaption per VAG-COM durchgeführt, Problematik bleibt aber bestehen
- Dabei den Fehlerspeicher ausgelesen:
00513 - Engine Speed Sensor (G28) - No Signal - Intermittent
00575 - Intake Manifold Pressure - Mechanical Malfunction - Intermittent
- November 2025: Drehzahlsensor G28 trotz guter Messung (900 Ohm) vorsorglich getauscht (Herth+Buss), OT-Sensor durchgemessen (900 Ohm), Drosselklappenteil ausgebaut, gereinigt und nach Anleitung durchgemessen (Poti und Leerlaufschalter), Dichtung erneuert, Unterdruckschläuche geprüft
- Temperaturen um den Gefrierpunkt: Motor geht nach rund 500m Fahrt aus. Springt widerwillig an, fängt sich irgendwann, Drehzahl will aber nicht höher als 2500, das ganze Auto schüttelt sich extrem, als würde es gegen eine Wand arbeiten
- Auto in die Werkstatt gebracht mit Auftrag "schaut mal ob Kat oder Auspuff dicht sind"
- Kat laut Werkstatt rotglühend, wird erneuert, danach bis zum Frühling keine Probleme mehr (bin aber auch selten gefahren und nur Kurzstrecken)

- Frühjahr 2026, gemäßigte Außentemperaturen: Auto verliert im zweiten Gang kurzzeitig komplett den Schub, fängt sich rund eine Sekunde später wieder
- März 2026: Kraftstoffpumpenrelais erneuert (Herth+Buss), Zündkerzen geprüft und etwas gereinigt mit Messingbürste
- Die Probleme bleiben bestehen, selten und vor allem bei Außentemperaturen über ca. 18 °C. Dann geht der Motor im Stand auch einfach mal aus und startet danach garnicht mehr oder mit heftigen Drehzahlschwankungen zw. 200 und 1000. Am nächsten Morgen startet er kalt meist wieder besser, aber teilweise immernoch sehr unrund
- Im Fehlerspeicher kann wieder gelegentlich stehen: 00513 - Engine Speed Sensor (G28) - No Signal - Intermittent
- Mai 2026: Kraftstofffilter erneuert (aus dem uralten Filter ist schwarze Brühe gelaufen), höhere Außentemperaturen (über 25 °C), Motor läuft extrem unrund (dachte erst Luft in der Rail, Pumpenrelais für ein paar Minuten kurzgeschlossen, Testfahrt, Probleme bleiben bestehen, d.h. mehrmals Motor ausgegangen), springt sehr widerwillig an
- Juni 2026: Kurz ausgestiegen zum einen Brief einzuwerfen, Motor angelassen, geht während ich zum Briefkasten laufe aus, lässt sich nicht mehr warmstarten, manchmal läuft er kurz mit heftigen Drehzahlschwankungen für ein paar Sekunden und stirbt dann ab
- Am nächsten Morgen (Temperaturen um 20 °C) ist er direkt angesprungen, beim Anfahren abgestorben, dann lief er, heimgeruckelt
- Kraftstoffdruckregler (Bosch) samt Unterdruckschlauch erneuert, Probleme bleiben bestehen, aber sollte er direkt anspringen, dann ist er fühlbar schneller auf Leerlaufdrehzahl (vermutlich wegen dem neuen Filter)
- Zündmodul erneuert gegen ein HÜCO/Hitachi 138052 "High Amplitude", wird überall als passend gelistet, montiert mit Wärmeleitpaste, aber nur mit Kabelbindern, da die neuen Schrauben nicht ganz gepasst haben und ich auch nicht die Muttern hinter den Halter bekommen habe, lag aber vollflächig und satt auf
- Danach ist das Auto bei Kurzstrecken gefühlt besser gelaufen, bis es dann einmal nach ca. 5 Minuten Fahrt im Drehzahlbereich ab ca. 2500 wieder zu starken Leistungsverlusten kam und ich gerade noch die letzten 500 Meter heimruckeln konnte (im niedrigen Drehzahlbereich lief er dann tendenziell besser)
- Sekundärzündspule und Einspritzventile durchgemessen
- Fehlerspeicher ausgelesen, dabei ist mir aufgefallen, dass das Motorsteuergerät die Verbindung spontan trennt oder keine Verbindung möglich ist (vor allem wenn der Motor im Leerlauf ist)
- Dabei weitere Sensorwerte geprüft (Ansaugluft- und Kühlwassertemperatur zeigen realistische Werte, Lambdas bei ca. 1, Saugrohrdruck mit 25% leicht unterhalb vom Sollbereich gemäß VAG-COM Labelfile)
- Juli 2026: Motorsteuergerät gegen ein etwas neueres getauscht (selber Typ mit D-Endung, Bj. 1996, Spenderfahrzeug unbekannt, Version HS D06), da die oben beschriebene Problematik bei diversen Reperaturanbietern als typischer MSG-Defekt gelistet ist
- Wegfahrsperre zurückgesetzt, MSG Codierung von 00083 auf 00060 geändert, Adaption durchgeführt, Motor geht auf 1200 dann auf 1800, dann sägt er die ganze Zeit zwischen 1600 und 1800 (stehen gelassen, am nächsten Tag das selbe Spiel)
- Nochmal Adaption durchgeführt, Leerlaufregler ist im Leerlauf auf Stellung "1" (normal wäre laut Labelfile irgendwas über 10)
- Nochmal Adaption, diesmal die Zündung danach ein paar Minuten aus gelassen, nun pendelt er sich bei Stellung "8" und durchschnittlich 710 Umdrehungen ein
- Leistung ist voll da, er nimmt Gas an, Auspuff "wummert" aber etwas, nachdem man das Gas wieder schlagartig wegnimmt
- Letzter Sonntag: Geplante 25km Fahrt (30°C Außentemperatur) endet nach etwa 2km bei einer Bergauf-Fahrt mit rund 4000 Drehzahl, Motor ist schlagartig abgestorben und startet nicht mehr (es tut sich garnichts, nur der Anlasser dreht)
- ADAC musste kommen: kein Zündfunke, Zündmodul durchgemessen: Kurzschluss! Von daheim zusammen das alte Zündmodul geholt und eingebaut: lief direkt wieder, als wäre nichts gewesen

Nun meine Sorgen/Fragen:
1. Ist das "High Amplitude" Zündmodul nicht kompatibel gewesen und z.B. aufgrund viel zu geringer Kühlung überhitzt? Könnte jetzt mit dem alten Zündmodul und dem Ersatz-MSG wieder alles ok sein?
2. Zur MSG-Codierung habe ich widersprüchliche Infos gefunden. Das alte MSG war 00060 codiert und das sollte eigentlich richtig sein. Ist 00083 vielleicht die Codierung von einem A4?
3. Gibt es Dinge, die ich jetzt im Auge behalten sollte wie z.B. Wechsel der Zündspulen, die vielleicht vom falschen Zündmodul etwas abbekommen haben? Ersatzzündmodul ins Handschuhfach legen?

Sorry für den langen Text und vielen Dank für eure Hilfe!
Satyrox
 
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