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[Typ89 NG] Achsträger vom Typ89Q aufarbeiten oder neu beschaffen?

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Moderator: quattro-sa

[Typ89 NG] Achsträger vom Typ89Q aufarbeiten oder neu beschaffen?

Beitragvon Thé » So 5. Sep 2021, 10:26

Hallo,

Ich habe mir die Achsträger von meinen quattros mal genauer angesehen. Die sehen bei beiden echt nicht mehr gut aus :? Bei dem einen hinteren Träger hat die hintere, zentrale Getriebestütze sogar schon ein Loch :-(
Dann habe ich wild los gegoogelt, die sind ja echt nicht mehr so einfach zu bekommen. Ich habe dann bei ebay einen "aufgearbeiteten" gekauft (sehr teuer) und das Ding ist Schrott. Über eine schlechte Beschichtung hätte ich drüber weg sehen können, aber das quasi alle Halter eine Schweißnaht hatten die sicher nicht aus dem Werk kommt macht das Ding unbrauchbar :evil:
Wisst Ihr wo man sowas her bekommt? Hier im Forum suche ich ja schon ;-)
Ich nehme an, meine Auffassung, dass schweißen an dem Teil keine Option ist, ist richtig oder? Es wär natürlich super, wenn ich den Alten Rahmen retten könnte.
Ich habe auch welche für den Rennsport gefunden 8O garnicht mal so teuer. Aber ohne Gutachten :-( Und ich nehme an, so ein Ding legal zu fahren ist Unfassbar teuer, wenn es überhaupt geht.

Die vorderen Achsträger scheinen mir noch rettbar zu sein. Womit versiegelt man die am blödsten von innen? Klar, Das Besste wäre chemisch entlacken / entrosten und dann KTL beschichten. Da hab ich nur noch keinen gefunden der das hier in der Gegend für mich macht.
Was mir auch direkt in den Sinn kommt: Mike Sanders Korrosionsschutzfett! Das blöde ist nur, dass tropft im Sommer bestimmt nicht zu knapp aus den großen Löchern raus.

Ich bin gespannt auf eure Ideen!

Gruß
Thorsten
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Re: Achsträger vom Typ89Q aufarbeiten oder neu beschaffen?

Beitragvon 44_TR » So 5. Sep 2021, 11:01

Hallo Thorsten,
ich lasse meine Sachen in Zweibrücken im EZZ (Entlackungszentrum Zweibrücken) chemisch entlacken.
Der Betrieb ist zertifiziert und von dort gehen die Sachen zur Firma Sinan Wagner Fahrzeugbeschichtungen in Bexbach - der ist ebenfalls zertifiziert und macht die KTL dann bei John Deere im Werk.
Man kann die Sachen auch zur Fa. Sinan Wagner schicken und die kümmern sich um die Entlackung im EZZ …
Preis ist auch gleich - und wie ich finde immer sehr fair.

Da ich auch immer mindestens 100km pro Strecke fahren müsste, sende ich meine Teile auch manchmal dort hin und die senden es wieder zurück. Das macht bei Karosserieblech wenig Sinn, aber bei Felgen und Anbauteilen eine einfache Sache.
Kenne jetzt Masse und Abmessungen vom Aggregateträger hinten nicht.
Aber bis 30kg sollte Versand möglich sein.

Gruß Stefan
44_TR

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Re: Achsträger vom Typ89Q aufarbeiten oder neu beschaffen?

Beitragvon [Dirk] » So 5. Sep 2021, 15:51

Von einem bereits aufgearbeiteten Aggregateträger würde ich abraten. Du weisst nie, wie die Substanz vorher war und ob da nicht auch geschweisst wurde. Die sind das Geld nicht wert.
Dann würde ich doch lieber den alten Aggregateträger aufarbeiten, bzw. erstmal ausbauen und entlacken. Wenn der Zustand dann akzeptal ist und "nur" an der Getriebestütze ein Loch ist, dann zuschweißen. An den Punkten, wo die Querlenker montiert werden oder dort, wo der Aggregateträger an der Karosserie befestigt wird, würde ich nicht schweißen.

Ich hatte meinen damals zum Sandstrahlen gegeben und anschließend mit Brantho Korrux dick eingestrichen. Brantho Korrux hat den Vorteil, dass es elastisch bleibt und man die Schichtdicke entsprechend großzügig machen kann.

Für innen habe ich normale Hohlraumkonservierung verwendet.
Gruß
Dirk
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Re: Achsträger vom Typ89Q aufarbeiten oder neu beschaffen?

Beitragvon ParadoX » Mi 8. Sep 2021, 20:12

[Dirk] hat geschrieben:Von einem bereits aufgearbeiteten Aggregateträger würde ich abraten. Du weisst nie, wie die Substanz vorher war und ob da nicht auch geschweisst wurde. Die sind das Geld nicht wert.
Dann würde ich doch lieber den alten Aggregateträger aufarbeiten, bzw. erstmal ausbauen und entlacken. Wenn der Zustand dann akzeptal ist und "nur" an der Getriebestütze ein Loch ist, dann zuschweißen. An den Punkten, wo die Querlenker montiert werden oder dort, wo der Aggregateträger an der Karosserie befestigt wird, würde ich nicht schweißen.

Ich hatte meinen damals zum Sandstrahlen gegeben und anschließend mit Brantho Korrux dick eingestrichen. Brantho Korrux hat den Vorteil, dass es elastisch bleibt und man die Schichtdicke entsprechend großzügig machen kann.

Für innen habe ich normale Hohlraumkonservierung verwendet.

So würde ich auch handeln, wenn sich kein adäquarter Ersatz beschaffen lässt.
Ausbauen, entrosten, vor allem auch die Schweißnähte. Dann schauen was übrig bleibt und notfalls (nach-)schweißen. Rostumwandler drauf.
Man darf es theoretisch nicht schweißen, rechtlich gesehen. Aber es wird sehr häufig auch im Bereich der Oldtimerrestaurierung gemacht. Was bleibt einem auch anderes übrig wenn es keine brauchbaren Ersatzteile gibt?

Meinen Achsträger vom 90er habe ich damals auch nur etwas nacharbeiten müssen, optisch, denn technisch war er in echt gutem Zustand.
Habe den nach der Entrostung in 3-Schichten lackiert und von Innen mit Hohlraumkonservierung geflutet.
Brantho-Korrux wäre für den Lackaufbau natürlich optimal.
Hohlraumkonservierung habe ich ganz normale genommen. Hatte ich noch rumliegen, von VW. Jedoch für die Pistole mit Druckluft. Kartusche der Konservierung erst schön warm machen in nem heißen Wasserbad, damit die Konservierung fein flüssig ist. Dann rein ballern das Zeug und den Achsträger fein in alle Richtungen damit ausschwenken, damit es auch in alle Ecken und Ritzen kommt. Mehrfach wiederholen!

Bei mir ist bislang noch nichts raus getropft. Und selbst wenn... Egal! Hauptsache dem Gammel ist ein Ende bereitet.

Hier habe ich schonmal Bilder von meinem Träger hoch geladen:
https://www.audidrivers.de/viewtopic.php?f=11&t=24745&start=10#p197503
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Re: Achsträger vom Typ89Q aufarbeiten oder neu beschaffen?

Beitragvon Thé » Fr 10. Sep 2021, 09:49

ParadoX hat geschrieben:Hier habe ich schonmal Bilder von meinem Träger hoch geladen:
https://www.audidrivers.de/viewtopic.php?f=11&t=24745&start=10#p197503


Das sieht so vertraut aus mit den Rampen :D
Ich denke es wird auf selber machen raus laufen. Den Schrott hab ich jetzt mal auf den Heimweg geschickt.

Gruß
Thorsten
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