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[S2 ABY] Reparieren oder "neue Karosse"?

Karosse / Blech / Lack / Dächer / Scheiben / Stangen / Schürzen / Spoiler / usw...

Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon RTOH2808 » Mi 25. Mär 2020, 14:33

Jan867 hat geschrieben:
RTOH2808 hat geschrieben:Was mir aufgefallen ist.
Der fängt vor allem an manuellen/mechanisch durchgeführten Schweissnähten das gammeln an.

vermutlich wurden die Rohkarossen ausstattungs- und motorisierungsneutral durch die Verzinkung geschickt, wodurch die nachträglich angesetzten Befestigungspunkte mit schlechterer Rostschutzbehandlung jetzt langsam fällig werden.
Kann sein, denke ich aber nicht.
So wie das aussieht ist alles vor der Verzinkung passiert. Ausserdem ist schweissen mit Verzinkung nicht wirklich gut durchführbar.

Das werden Legierungsunterschiede sein, welche durch das erhitzen und zusammenbringen verschiedenster Stahl-/Blecharten Korrosion begünstigen.


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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon Jan867 » Mi 25. Mär 2020, 14:52

Ausserdem ist schweissen mit Verzinkung nicht wirklich gut durchführbar.

natürlich nicht, das entfernen die vorher.




Das werden Legierungsunterschiede sein, welche durch das erhitzen und zusammenbringen verschiedenster Stahl-/Blecharten Korrosion begünstigen.

Du meinst, da fließen galvanische Ströme?


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Jan
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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon RTOH2808 » Mi 25. Mär 2020, 14:54

Es sieht nicht danach aus, dass die Verzinkung entfernt wurde.

Ja, das wird sicher der Fall sein, das diese Ströme da fliessen. Anders erkläre ich mir das nicht.


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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon 44_TR » Mi 25. Mär 2020, 15:24

Hallo,
MIG/MAG wird in der Fertigung nur eingesetzt, wenn es hoch belastete Bereiche sind.
Ich wollte bei der Restauration auch alles perfekt mit der Punktschweißzange machen - man (Restaurator/ Karosseriebaumeister) hat mir davon abgeraten, weil die Schweißpunkte mit der Schweißpunktzange nicht so haltbar sind.

In den Automobilwerken wurden (so habe ich mal gelesen) gerade in der Anfangszeit dieser Schweißpunkttechnik wesentlich mehr Schweißpunkte gesetzt als "eigentlich" nötig - weil man angenommen hätte, dass nur jeder zweite wirklich hält.

Wie dem auch sei - an stark belasteten Stellen - an Aufhängungen von Auspuff und Motor und an stark beanspruchten Teilen der Karosserie kommt es zu deutlich mehr Mikrorissen im Lackaufbau und dadurch auch zu mehr Korrosion.

So meine Theorie und Wahrnehmung in den letzten Jahren.

Gruß Stefan
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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon RTOH2808 » Mi 25. Mär 2020, 21:04

Hi,

mich wundert auch, dass die Schweisspunkte im Radkasten das gammeln anfangen.

Die sind höchstens der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt.

Hm.

Sei es drum...ich habe nen Haufen Arbeit vor mir. Auf jeden Fall müssen beide hinteren Aufnahmen samt Verstärkungsblech/Träger herausgetrennt werden.

Also die auf dem ersten Bild des letzten Posts.


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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon ACQ92 » Mi 25. Mär 2020, 23:10

Die Karosserie wurde auch nicht verzinkt. Sie wurde aus verzinktem Blech gefertigt. Das mag auf dem ersten Blick eine unbedeutende Formulierung sein, ist aber in der Praxis ein gewaltiger Unterschied: An jedem Schweißpunkt und an jeder Schnittkante ist kein Zink, weil wech. Das mit dem "verzinkten Blech" steht auch so in jedem Prospekt aus jenen Tagen, ich hab's von Meinem hier zuhause liegen...


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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon RTOH2808 » Do 26. Mär 2020, 10:46

ACQ92 hat geschrieben:Die Karosserie wurde auch nicht verzinkt. Sie wurde aus verzinktem Blech gefertigt. Das mag auf dem ersten Blick eine unbedeutende Formulierung sein, ist aber in der Praxis ein gewaltiger Unterschied: An jedem Schweißpunkt und an jeder Schnittkante ist kein Zink, weil wech. Das mit dem "verzinkten Blech" steht auch so in jedem Prospekt aus jenen Tagen, ich hab's von Meinem hier zuhause liegen...


Gruß Torsten


Da habe ich wohl immer was falsch verstanden. Ich war bis jetzt immer (naiven) der Ansicht (oder hab es verdrängt), die Karosse ist nach dem Schweißen in die Verzinkung gekommen.
Dann brauche ich mich nicht wundern, das der so gammelt.

Alle "Auffälligkeiten" sind nämlich an:
- Schnitt-/Falzkanten
- Schweißpunkten
- Schweißnähten

...keine weiteren Kommentare.

Heute wird weiter fleissig UBS mit der Topfbürste entfernt und "Rost delete" ausprobiert.
Danach geht es mit dem Abschleifen der Reste weiter, Zinkspray-/Rostschutzgrundierung an den blanken Stellen aufgebracht für die kommende Zeit, bis die zerfressenen Bleche alle ersetzt wurden.
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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon 44_TR » Do 26. Mär 2020, 11:20

Die Topfbürste ist keine gute Idee.
Man reibt die Rostpartikel damit ins Material rein.

Ich habe dazu Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein. .
Kompaktsandstrahlpistole war auch oft im Einsatz.

Wenn das nicht reicht, dann rausschneiden und neues Blech einsetzen.

Es geht doch jetzt darum, möglichst wenig neue Rostquellen einzubauen.
Auch darauf achten, das die blanken Stellen nicht Kondenswasser oder Feuchtigkeit abbekommen.

Gutes Gelingen.

Gruß Stefan
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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon RTOH2808 » Do 26. Mär 2020, 11:22

Danke Dir!

Die Topfbürste verwende ich für den UBS.
Danach gehts mit der CSD-Scheibe ran.
Da habe ich mit einige besorgt.

Oder kann man mit denen auch gut UBS entfernen, ohne das die gleich abgenutzt sind?

Muss ich heute Abend mal testen.


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Re: Reparieren oder "neue Karosse"?

Beitragvon 44_TR » Do 26. Mär 2020, 11:36

Hallo,
das habe ich genau so gehandhabt: Topfbürste zum UBS entfernen - die CSD hat sich bei dem klebrigen Zeug an meinem Projekt sofort zugesetzt.

Gruß Stefan
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