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Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutzes

Allgemeines aus den Bereichen: Auto, Verkehr, Recht, Szene usw... was nicht direkt mit Audi zu tun hat.

Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon Jan867 » Mo 3. Jun 2019, 17:29

den Etablierten tut es mehr weh wenn durch die vielen Kleinparteien Sitze an eben diese Verloren gehen, darum ist "klein" zu wählen die Option wenn man den Altparteien ans Leder möchte, im Gegensatz zum Nichtwählen, was die Altparteien nicht die Bohne juckt...

davon mal abgesehen, daß es die Etablierten sind, die die Autokultur erhalten und ein Tempolimit verhindern, so stören sich die Altparteien an jedem, der sie nicht wählt. Möchte man denen ans Leder, so muß man ihnen schon ein Gespenst vor die Nase halten, und das sind garantiert nicht die Randgruppen.
Grüße
Jan
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon 5-ender » Mo 3. Jun 2019, 18:45

Das große Problem, welches wir hätten, wenn jetzt Wahlen wären,
ist das, daß Deutschland nicht mehr Regierungsfähig wäre, da
keine Partei mehr, mit einem, oder zwei Koalitionspartner(n) eine
Regierungsmehrheit erlangen würde. Die Weimarer Republik läst
grüßen....

Mir graust's
Chris
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon audiavus » Di 4. Jun 2019, 07:18

ja wen wunderts denn? bei der Schei*** die die so abziehen, die "Konservative" ist schon so weit in richtung Rot/Grün abgedriftet das die Heide wackelt, das Volk ist sosehr Klimawandel (der zwar Fakt ist aber nicht von uns aufhaltbar, erst recht nicht von uns in D oder EU) Gespenst Indoktriniert, und alles was WIRKLICH konservative Werte sind, ist gleich rechtspopulistisch. Sprich es gibt nur noch Schwarz und weiß, und jeder der von der Schiene abweicht ist entweder ein Öko-Linker oder ein Rechtspopulist(=Nazi :roll: )

Zu einer funktionierenden Demokratie gehört nun mal eine Diskussions- und Streitkultur, aber auch Entscheidungsfreudigkeit, und nicht son hinterhältiges rumgeeiere wo immer erst abgewartet wird, welche Lobby nun am meisten mit den €-Scheinchen winkt.

Auf der anderen Seite werden Schnellschüsse rausgehauen, die sich nicht mit rationalem und logischen Denken erklären lassen
Die "Zwangselektrifizierung" der Autos, überschnelle und nicht wirklich Durchdachte Braunkohleausstiegsgeschichte, "Das Netz dient als Stromspeicher", und "das Volk geht es nix an wieviel Pestizide und Glyphosat aufm Acke landet", ach kommt schon....

.....hauptsache noch mehr Geld für die NATO rauswerfen damit das Trumpeltier zufrieden ist, gleichzeitig mit der EU Null-Zins Politik den Finanziellen Supergau der Banken, Staaten und am Ende des kleinen Sparers herbeiführen....hach was könnt ich mich heut schon wieder......
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon Mad Dog » Di 4. Jun 2019, 09:11

Moinsen!

Jan867 hat geschrieben:...
Aber so lange die drei Länder USA, China und Indien (welche allein für über die Hälfte des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind!) nicht mit ziehen, bringen die ganzen zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen in Europa global gesehen kaum etwas, und wir sägen uns einfach nur den wirtschaftlichen Ast ab, auf dem wir sitzen.

China hat schon längst damit begonnen. Wenn wir nicht bald die Kurve kriegen, sind sie uns voraus. So wie die Japaner mit den Wasserstoffautos. Deswegen argumentiert Donald Dump die Klimaerwärmung als eine Erfindung der Schinesen...

Das sind zwei Paar Schuhe. Ja, technologisch sind die die Chinesen inzwischen ganz weit vorn. Während die deutsche Automobilindustrie noch nachdenkt, wird es in China einfach mal gebaut - egal ob E-Autos oder andere alternative Antriebsformen! Und seit Jahren wird dort unter anderem die Photovoltaik-Produktion mit Macht staatlich gefördert und ausgebaut.
Das bedeutet aber NICHT, dass die Chinesen diese CO2-armen Technologien schon selbst in großem Stil einsetzen bzw. reihenweise Kohlekraftwerke abschalten und durch regenerative Energien ersetzen - der größte Teil der PV-Module wird exportiert.
So lange Energie aus fossilen Brennstoffen (kurzfristig betrachtet) billiger ist, setzt China für die Versorgung der eigenen Wirtschaft/Industrie immer noch überwiegend auf Kohle und Öl. Zwar steigt der CO2-Ausstoß in China seit etwa vier Jahren nicht mehr ... nennenswert zurück gegangen ist er aber auch nicht.

audiavus hat geschrieben:ja wen wunderts denn? bei der Schei*** die die so abziehen, die "Konservative" ist schon so weit in richtung Rot/Grün abgedriftet das die Heide wackelt, das Volk ist sosehr Klimawandel (der zwar Fakt ist aber nicht von uns aufhaltbar, erst recht nicht von uns in D oder EU) Gespenst Indoktriniert, und alles was WIRKLICH konservative Werte sind, ist gleich rechtspopulistisch. Sprich es gibt nur noch Schwarz und weiß, und jeder der von der Schiene abweicht ist entweder ein Öko-Linker oder ein Rechtspopulist(=Nazi :roll: )....

Amen!
DAS ist aktuell genau der Punkt: Es gibt in der Öffentlichkeit kaum noch sachliche und fachlich fundierte offene Diskussionen, sondern scheinbar nur noch Ideologien. Egal ob beim Thema Klimaschutz, Zuwanderung, staatlicher Regulierung (beispielsweise in Hinblick auf den Wohnungsmarkt),... Versucht man mit sachlichen Argumenten eine dieser Ideologien in Frage zu stellen und einfach nur zu relativieren, wird man sofort dem anderen Extrem zugeordnet und als linker Spinner oder rechter Hetzer hin gestellt.

Habe neulich gerade mal wieder in einer Dokumentation über das Ende der Weimarer Republik die Wahlergebnisse von Mitte der Zwanziger bis Anfang der Dreißiger gesehen. Und damals ist exakt derselbe Trend zu sehen gewesen wie heute: Die anfängliche Mehrheit der Koalition aus Zentrumspartei und SPD (gemeinsam mit DVP, DDP und BVP - also die damalige GroKo) ist über die Jahre immer weiter geschrumpft, und die extremen Rechten und Linken haben immer mehr Zulauf bekommen.
Auch wenn immer wieder von so genannten „Experten“ gesagt wird, dass die Bundesrepublik nicht die Weimarer Republik ist ... wenn ich diese eindeutigen Parallelen sehe, mache ich mir echte Sorgen. Fehlt nur noch eine weltweite Rezession wie nach 1929 - welche aktuell leider alles andere als unwahrscheinlich ist.
:|

Gruß

Christian

P.s.: Auch hier sind wir in den Diskussionen irgendwie wieder vom ursprünglichen Thema abgekommen ... wird Zeit, dass August wird.
;)
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon Dirk » Di 4. Jun 2019, 14:27

nur weil's grad so schön OT ist:
Mad Dog hat geschrieben:Das bedeutet aber NICHT, dass die Chinesen diese CO2-armen Technologien schon selbst in großem Stil einsetzen bzw. reihenweise Kohlekraftwerke abschalten und durch regenerative Energien ersetzen - der größte Teil der PV-Module wird exportiert.

das stimmt so auch nicht mehr ganz:
- Solar: China hat Deutschland schon 2015 bei der pro Kopf (Bevölkerung) installierten Photovoltaik-Leistung überholt --> Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein.
- Wind: Installierte Leistung China 2017: 188.000 MW / Deutschland 2017: 56.000 MW (Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein. )

Der Chinese ist auch nicht dumm ... :roll:
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon Jan867 » Di 4. Jun 2019, 14:32

5-ender hat geschrieben:Das große Problem, welches wir hätten, wenn jetzt Wahlen wären,
ist das, daß Deutschland nicht mehr Regierungsfähig wäre, da
keine Partei mehr, mit einem, oder zwei Koalitionspartner(n) eine
Regierungsmehrheit erlangen würde. Die Weimarer Republik läst
grüßen....

eine Groko ist immer nicht Fisch und nicht Fleisch. Jede Partei versucht die Interessen ihres Klientel durchzusetzen, wobei jetzt ein undurchsichtiges Gewurschtel entstanden ist. Koaliltionen gab es schon immer, aber bei einem Zusammentun 2er unterschiedlicher Lager kann es nur Verlierer geben.




audiavus hat geschrieben:ja wen wunderts denn? bei der Schei*** die die so abziehen, die "Konservative" ist schon so weit in richtung Rot/Grün abgedriftet das die Heide wackelt, das Volk ist sosehr Klimawandel Gespenst Indoktriniert, und alles was WIRKLICH konservative Werte sind, ist gleich rechtspopulistisch. Sprich es gibt nur noch Schwarz und weiß, und jeder der von der Schiene abweicht ist entweder ein Öko-Linker oder ein Rechtspopulist(=Nazi :roll: )

naja, Konservative müssen nicht gleich Rassisten sein, es sei denn, man ist gar nicht konservativ, sondern ein Rassist. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man in die Naziecke gestellt wird. Das sind übrigens auch die, die denen mit den blauen Parteibüchern alles nachbeten, auch wenn es Unsinn sein könnte. In der DDR sagte man früher "Wende verpaßt".

Interessanterweise stehen diese Wähler immer mal wieder auf Kriegsfuß mit solchen Volkshelden wie Donald Dump, der im Prinzip das gleiche herunterbetet, aber irgendwie doch ein Arsch ist.

Im Prinzip würde ich Chris zur Weimarer Republik Recht geben wollen, denn das Aufeinandertreffen von mehrheitlich populistisch geführten Regierungen muß zum wirtschaftlichen Niedergang führen, wenn nicht sogar zum Krieg.




Mad Dog hat geschrieben:Moinsen!

Jan867 hat geschrieben:...
Aber so lange die drei Länder USA, China und Indien (welche allein für über die Hälfte des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind!) nicht mit ziehen, bringen die ganzen zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen in Europa global gesehen kaum etwas, und wir sägen uns einfach nur den wirtschaftlichen Ast ab, auf dem wir sitzen.

China hat schon längst damit begonnen. Wenn wir nicht bald die Kurve kriegen, sind sie uns voraus. So wie die Japaner mit den Wasserstoffautos. Deswegen argumentiert Donald Dump die Klimaerwärmung als eine Erfindung der Schinesen...

Das sind zwei Paar Schuhe. Ja, technologisch sind die die Chinesen inzwischen ganz weit vorn. Während die deutsche Automobilindustrie noch nachdenkt, wird es in China einfach mal gebaut - egal ob E-Autos oder andere alternative Antriebsformen! Und seit Jahren wird dort unter anderem die Photovoltaik-Produktion mit Macht staatlich gefördert und ausgebaut.
Das bedeutet aber NICHT, dass die Chinesen diese CO2-armen Technologien schon selbst in großem Stil einsetzen bzw. reihenweise Kohlekraftwerke abschalten und durch regenerative Energien ersetzen - der größte Teil der PV-Module wird exportiert.
So lange Energie aus fossilen Brennstoffen (kurzfristig betrachtet) billiger ist, setzt China für die Versorgung der eigenen Wirtschaft/Industrie immer noch überwiegend auf Kohle und Öl. Zwar steigt der CO2-Ausstoß in China seit etwa vier Jahren nicht mehr ... nennenswert zurück gegangen ist er aber auch nicht.

der pro Kopf-Ausstoß an CO² lag 2016 in D um 35 % höher als in China. Wer also müßte eher Aktivitäten entwickeln?
Außerdem geht es nicht darum, wer die größte Schuld hätte, es geht darum, wer in Zukunft Technologiefüher ist.




audiavus hat geschrieben:ja wen wunderts denn? bei der Schei*** die die so abziehen, die "Konservative" ist schon so weit in richtung Rot/Grün abgedriftet das die Heide wackelt, das Volk ist sosehr Klimawandel (der zwar Fakt ist aber nicht von uns aufhaltbar, erst recht nicht von uns in D oder EU) Gespenst Indoktriniert, und alles was WIRKLICH konservative Werte sind, ist gleich rechtspopulistisch. Sprich es gibt nur noch Schwarz und weiß, und jeder der von der Schiene abweicht ist entweder ein Öko-Linker oder ein Rechtspopulist(=Nazi :roll: )....

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DAS ist aktuell genau der Punkt: Es gibt in der Öffentlichkeit kaum noch sachliche und fachlich fundierte offene Diskussionen, sondern scheinbar nur noch Ideologien.

das Problem ist die Fake-Propaganda aus bemitleidenswerten Ländern, die für ihr eigenes Regime die demokratischen Strukturen anderer Länder zerstören wollen. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Im Gegensatz zur Weimarer Republik, wo Wissen Mangelware war, so befinden wir uns heute in einer Wissen-Überflußgesellschaft. Wir müssen "nur" aussieben, welche Meldungen gemacht werden, um uns in die Irre zu führen, und uns gegen unsere Parlamentarier aufzubringen.

Wie man an den letzten Wahlen sieht, ist das feindlich gesinnten Mächten in den letzten Jahren ganz gut gelungen.

Das soll nicht heißen, daß ich der Meinung bin, daß der Staatsfunk in D frei von Fakenews oder unterschlagenen Berichten ist, ganz im Gegenteil, das machen sie schon seit 70 Jahren, aber es hat auch noch niemand daran gearbeitet, die politische Propaganda im Rundfunk abzustellen. Das fängt erst jetzt gerade an. Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein.



Auch wenn immer wieder von so genannten „Experten“ gesagt wird, dass die Bundesrepublik nicht die Weimarer Republik ist ... wenn ich diese eindeutigen Parallelen sehe, mache ich mir echte Sorgen. Fehlt nur noch eine weltweite Rezession wie nach 1929 - welche aktuell leider alles andere als unwahrscheinlich ist.

eine Rezession ähnlich wie nach dem Black Friday ist so etwas von unwahrscheinlich, noch nicht mal 2008 läßt sich damit vergleichen. Zugegeben, die Staatslenker haben fast nichts dagegen unternommen, daß sich 2008 nochmal wiederholen könnte, und das muß sich unsere demokratisch gewählte Groko auf ihre zerfetzte Fahne schreiben lassen.

Vielleich sehnen sich manche nach der ganzen Weichspülerei aber auch nur nach einem handfesten Krawall...

Wer aber so argumentieren würde, hat sich vielleicht zu sehr von der Propaganda der Blauen oder absurder Websites Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein. beeinflussen lassen. Mensch Leute, behaltet einen klaren Kopf und das Wesentliche im Blick, wir sind nicht in 1929, bei der die Wiege der deutschen Demokratie zugleich auch die Wiege der Faschisten war, auch wenn der ganze Schlamassel schon vor 100 Jahren anfing.
Grüße
Jan
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon RTOH2808 » Fr 7. Jun 2019, 13:24

Mad Dog hat geschrieben:Moinsen!

audiavus hat geschrieben:...elektrisch? bei den Technischen Daten steht Abgasturbolader.....

Mittlerweile werden Turbomotoren mit hohem Ladedruck bzw. vergleichsweise großer Turbine (und bei 255kW/347PS und 700Nm ist der 3-Liter TDI mit reichlich Ladedruck gesegnet ;-) ) gern elektrisch unterstützt. Letztlich ist es immer noch ein Turbomotor, aber dieser wird zusätzlich von einem Elektroverdichter beatmet, um Ansprechverhalten und Turboloch zu verbessern.

Siehe z.B. die Beschreibung von Audi:
Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein. => „ Der elektrisch angetriebene Verdichter EAV sorgt für starke Anfahrperformance und nahezu ansatzlosen Kraftaufbau beim Gasgeben. Damit eliminiert er jedes Turboloch und ermöglicht reaktionsschnelles Ansprechverhalten in allen Fahrsituationen. [...] “

Oder BorgWarner: Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein.

Gruß

Christian


Bullshit.... :D

Man erhöhe den Hubraum auf 2.5Liter und hebe die Verdichtung an.

Damit hat man quasi kein Turboloch mehr :mrgreen:

JAN kann´s bezeugen :P
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon kamikaze180 » Fr 7. Jun 2019, 14:04

Ich weiß nicht...
Für mich macht gerade dieser Tritt ins Kreuz den Reiz aus. Das Wegzüchten nimmt den Autos den Charme und den Charakter. Wenn ich nicht merke, dass JETZT Dampf kommt (weil is ja immer da), fährt sich das wie jedes gottverdammte Kleinstwagen.
Elektro-Lüfter als Turbinen-Anschub-Hilfe, ich möcht kotzen...
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon Mad Dog » Fr 7. Jun 2019, 15:21

Moinsen!

Na ja ... man sollte hier zwei Eigenschaften eines typischen Turbo-Motors nicht durcheinander werfen:
1. Das drehzahlabhängige Turboloch - unterhalb einer gewissen Motordrehzahl liegt einfach kein Ladedruck an, unabhängig davon, wie lange man da schon voll auf dem Pin steht.
2. Das in mittleren und höheren Drehzahlen verzögerte Ansprechverhalten beim Lastwechsel von Schub- auf Zugbetrieb. Beim plötzlichen Gasgeben muss halt erst mal der Lader hoch drehen um Ladedruck aufzubauen.

Punkt 1 kann man durch Registeraufladung (Kombination aus kleinem und großem Turbo oder Kompressor und Turbo) verbessern - oder wie von Olli beschrieben durch mehr Verdichtung und Hubraum. Oder aber man fährt halt immer im passenden Gang und schaut, dass man nicht unter eine gewisse Drehzahl (z.B. 2.000 U/min) fällt.

Punkt 2 ist aber einfach Mist für sportliches Fahren mit Kurven, Serpentinen etc...
Klar ist es beeindruckend, wenn man auf gerader Strecke wie z.B. auf der Autobahn den einsetzenden Turboschub fühlt (meist fühlt es sich dann nach mehr an als es tatsächlich ist ;) ) - aber diese (halbe bis dreiviertel) Turbo-Gedenksekunde ist einfach nervig wenn man kurvige Strecken mit vielen Lastwechseln und Teillast-Abschnitten fährt.
Diese Charakteristik kotzt mich jetzt schon seit mittlerweile 240-tausend 2.0er-TDI-Kilometern an.
Nicht ohne Grund sind jahrzehntelang hochdrehende Saugmotoren auf engen Stadtkursen oder Bergrennen nominell stärkeren Turbomotoren überlegen gewesen. Was bringen 400 Turbo-PS mit Lastwechsel-Gedenk-Sekunde, wenn die Geraden zwischen den Kurven nur drei Sekunden lang sind...? Bis der Turbomotor Ladedruck aufgebaut hat, ist der Sauger schon fünfzehn oder zwanzig Meter weg.
;)
Insofern finde ich persönlich den elektrisch unterstützten Lader jetzt gar nicht mal so dumm. Grundsätzlich von der Idee her verwandt mit den seit Jahrzehnten im Rally-Sport genutzten ALS-Systemen.
Blöd ist halt, dass es kein Benziner sondern ein Diesel ist. Das passt einfach nicht zu einem sportlichen Auto - weder von der Drehzahlcharakteristik, noch vom Sound.
Wobei ... für letzteres gibt‘s ja Sound-Generatoren. :roll:

Gruß

Christian

P.s.: Sorry, aber das muss ich leider kommentieren...
Dirk hat geschrieben:...das stimmt so auch nicht mehr ganz:
- Solar: China hat Deutschland schon 2015 bei der pro Kopf (Bevölkerung) installierten Photovoltaik-Leistung überholt --> Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein.
Nein, China hat Deutschland MITNICHTEN 2015 bei der Pro-Kopf installierten PV-Leistung überholt, sondern bei der in 2015 pro Kopf neu installierten PV-Leistung.
Absolut gesehen produziert China nur rund ein Prozent des eigenen Energiebedarfs mittels PV:
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In Deutschland werden mittlerweile rund sieben Prozent des Strombedarfs durch PV gedeckt:
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Insgesamt deckt Deutschland (Stand 2017) von seinem Primärenergiebedarf 13,1% mittels regenerativer Energien:
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Und das hier:
Dirk hat geschrieben:... - Wind: Installierte Leistung China 2017: 188.000 MW / Deutschland 2017: 56.000 MW (Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein. )...
... sind Äpfel und Birnen, wenn man die Zahlen nicht ins Verhältnis setzt.
Vergleicht man 83 Millionen Deutsche mit knapp 1,4 Milliarden Chinesen, kommt man für 2017 auf eine Pro-Kopf-Windkraft-Leistung von 0,135 kW pro Chinesen und 0,676 kW pro Deutschem.
Schönes Beispiel dafür, wie man durch absolute Zahlen (188.000 MW vs. 56.000 MW) ein Bild verzerren kann...
;)
Und nein, der Chinese ist definitiv nicht dumm! Und er baut die regenerativen Energien auch deutlich aus, keine Frage.
Aber aktuell werden in China parallel dennoch 260 Gigawatt (!) an neuen Kohlekraftwerken dazu gebaut. Siehe z.B. hier:
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Und nein, es geht NICHT um Fingerpointing bzw. „wer macht mehr Dreck“. Ebensowenig will ich den Chinesen ihre Teilhabe an der modernen globalen Industrie-Gesellschaft verwehren! ... Ich will nur darauf hinweisen, dass wir in Europa nicht allein das Klima retten können, wenn wir China, die USA und Indien nicht mit im Boot haben.
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Re: Untergang der Automobilkultur - im Namen des Klimaschutz

Beitragvon scotty10 » Sa 8. Jun 2019, 18:29

Mojn Mojn,

Ich schließe mich der Meinung von Jan867 an und mach mich auch mal unbeliebt.
Jan867 » Di 16. Apr 2019, 14:05
"...ich versuche mich mal unbeliebt zu machen, wenn ich schreibe, wen interessiert die Automobilkultur, wenn die Nordsee bis an den Harz reichen wird? :lol: ..."
Und selbst dieses Szenario werden die nächsten 10 Generationen nicht erleben.
Jan867 » Di 4. Jun 2019, 14:32
"...Im Gegensatz zur Weimarer Republik, wo Wissen Mangelware war, so befinden wir uns heute in einer Wissen-Überflußgesellschaft. ..."
Stimmt !

Und Du meinst damit nur die politische Seite.

Dieser Wissens-Überfluß wird beim Thema "Klima" leider vollig ausgeblendet.
Wenn Irgendwo / Irgendwer nur ansatzweise von "Klima-Schutz" redet / schreibt,
dann wird da eine Hysterie entfesselt, die sich jeder Logik widersetzt.

Parteien, Medien, Wissenschaftler, etc., etc., - Alle "balgen sich wie Hunde um einen Knochen".
:lol:
Alle wollen "ganz besonders Öko" sein und predigen "Nachhaltigkeit".
:lol:
Und ganz besonders Deutschland "wird die Welt retten !"
:lol: :lol:
Da kommt mir zwangsläufig der Vergleich zu dem Märchen der Brüder Grimm:
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Betrachten wir einige Fakten :
--> Oberläche der Erde (siehe Bild)

Von der gesamten Landfläche der Erde (148,9 Mio. km²)
hat Deutschland den "gewaltigen (!)" Anteil von ---> 357.022 km² <--- !!!
(Quelle: Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein. )
( und NEIN !!! - es fehlt keine Zahl bei der Flächen-Größe Deutschlands !)
In der Tabelle findet man Deutschland auf Platz 62. ;)

Übrigens:
Ein oder mehrere warme Sommer sind KEIN (!) eindeutiges Indiz für "den großen Klima-Wandel" .
Dazu bedarf es schon einiges mehr.

Sollte man wissen:
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--> "Das Jahr ohne Sommer" Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar. Bitte registriere Dich oder logge Dich ein.

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Vielleicht schon vergessen :
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(und dieser Vulkan ist ein Winzling)
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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruss Scotty

Freiheit für die Brennräume !
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